Studie: Ethnische Diskriminierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Eine neue Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) in Berlin hat ethnische Diskriminierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt untersucht. Die Forscher haben von 2014 bis 2016 über 6000 fiktive Bewerbungen auf Stellenausschreibungen verschickt. Dabei ging es um Ausbildungsberufe wie Industriekaufmann, Mechaniker oder Koch.  Merkmale der Bewerber z.B. Herkunftsland der Eltern, Aussehen und Religion variierten dabei. Die berufliche Qualifikation blieb immer gleich. Dabei erhielten deutsche Bewerber ohne Migrationshintergrund eine positive Rückmeldung. Bewerber mit Migrationshintergrund erhielten dagegen nur zu 51 Prozent eine positive Rückmeldung.

Besonders gering war die Zahl der Rückmeldungen bei Bewerbern aus afrikanischen oder muslimischen Ländern. Bewerber mit albanischen Wurzeln erhielten nur zu 41 Prozent eine Rückmeldung. Auch Bewerber mit marokkanischen (42 Prozent), äthiopischen (43 Prozent), pakistanischen (44 Prozent) oder ugandischen Wurzeln (44Prozent) erhielten vergleichsweise eine geringe Rückmeldung.

Am Höhsten war die positive Rückmeldung bei Personen mit spanischen (73 Prozent), japanischen (62 Prozent), polnischen (61 Prozent) oder schweizerischen Wurzeln (61 Prozent).

Deutsche landeten mit 60 Prozent auf Platz fünf.

Quelle: WZB

Studie: Ethnische Diskriminierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt
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